Pestizid-Belastungen bei Kräutern & Tee

„Gift in China-Tee’s“ oder „Massive Schadstoffbelastungen in Käutern der Chinesischen Medizin“, Horror-Meldungen wie diese geistern seit Jahren immer wieder durch fast jede der sensationshungrigen und leider nicht auf Fakten gegründeten Boulevarpresse. Wie höchst unsinnig und tatsächlich schon höchst unseriös solche „Berichterstattungen“ sind, die nichts weiter als reine propagandistische „Hetz“-Kampagnien sind, möchten wir hier in einer Tiefenprüfung auf simplen logischen Fakten basierend, aufzeigen.

Immer wieder wird seitens der Medien in zunehmendem Maße die Bevölkerung besonders in Deutschland, Österreich und der Schweiz verunsichert, durch „Horror“-Meldungen über angebliche Quecksilbergehalte, Pestizidbelastungen, Insektiziden, Verunreinigungen, usw. in chinesischen Tees oder Heilkräutern aus China. Aber auch Berichte des „Deutschen Ärzteblattes“ behaupten, daß die in Deutschland gehandelten chinesischen Heilkräuter mit Arsen, Cadnium, Blei, Quecksilber, Thallium, Zink, usw. „kontaminiert“ seien. Soch sowohl diese Presse-Erklärung, als auch andere, sind zumeist völlig falsch und durch wissenschaftliche Quellen überhaupt nicht belegt.

Leider prüfen aber die Medien in keinster Weise solche Behauptungen, sondern sie werden ohne genauere Recherchen sofort veröffentlicht. Denn solche „Horror“-Meldungen bringen schließlich Schlagzeilen und erhöhen Auflagenquoten. Für Richtigstellungen interessieren sich die Medien kaum, weshalb diese dann auch seltenst Beachtung finden. Solche Falschmeldungen hingegen gehen wie ein Lauf-Feuer durch die Medien; einer schreibt buchstäblich vom anderen ab, ohne den Inhalt auch nur im geringsten auf seine Richtigkeit zu überprüfen oder dichtet stattdessen oftmals noch Teile eigener Phantasie hinzu (dies nennt sich dann auch noch „schriftstellerische Freiheit“…), so daß es sich in einigen Zeitungen nicht alleine mehr „nur“ um „giftige chinesische Heil-Kräuter“ handelte, sondern sogar chinesische Grüntees als „Killer“ verantwortlich gemacht wurden! (Beispiele solcher Überschriften lauteten: „Killer-Tee aus China“ – DPA oder „Nieren-Killer aus Fernost“ – „Der Spiegel“ 6/2000.)

Bereits durch solche vernichtenden Behauptungen wird eine tatsächlich äußerst wirksame alternative Methode zur Schulmedizin, nämlich die der chinesischen Phyto-Therapie, bewußt in Mißkredit gebracht.

Es wird pauschal behauptet, daß die chinesischen Kräuter und Tees aus China (bezogen wurden diese Äußerungen besonders auf Grüntees und Pu Erh-Tees) „in erheblichem Maß mit Pestiziden, Insektiziden und Schimmel verunreinigt“ seien.

 

Doch was ist tatsächlich an diesen permanenten Behauptungen daran?
Stellen etwa Tee oder Heilkäuter aus China für den Verbraucher wirklich eine ernst zu nehmende Gefahr dar?

Rückstands- und Reiheits-Untersuchungen werden selbstverständlich in China bei jeder staatlich überwachten Firma sogar sehr streng durchgeführt. Tatsache ist, daß von namhaften Firmen, die auf ihren guten Ruf und das Ansehen der TCM sehr großen Wert legen, offiziell importierte Kräuter und Tees bereits in China sehr genau durch extra bestellte staatliche Lebensmittel-Inspektoren geprüft werden.
Um eine staatliche Zulassung für den Export überhaupt zu erhalten, müssen chinesische Teegärten, Kräuterfarmen oder Handelsfirmen grundsätzlich dieses Vorhaben anmelden. Daraufhin wird eine Untersuchung der Behörden eingeleitet, wo auf Qualität und eventuelle Schadstoffbelastungen sehr genau geprüft wird. Werden nach mindestens 3 Kontrollgängen keine Mängel festgestellt, wird erst eine Lizenz ausgestellt, die dann das Unternehmen zum Export berechtigt. Bei einer Export-Lieferung werden die zu verschiffenden Partien nochmals stichprobenweise von Hygiene-Inspektoren im Hafen untersucht und erst dann freigegeben, wenn auch hier keine Beanstandungen erfolgten.

Die chinesische Regierung ist besonders aus dem Grunde hier sehr streng, weil es gilt, das „Gesicht“ in der Weltöffentlichkeit zu wahren. Gerade deshalb sind die Kräuter, die für den Export freigegeben werden, meistens sogar noch in einer viel besseren Qualität und daher auch wesentlich wirkungsvoller, als die Kräuter, die zumeist im Inland oder den angrenzenden Nachbarländern zu finden sind. Aus genau diesem Grund müssen nämlich oft die Mengenangaben für klassische Rezepturen sogar zumeist halbiert werden, weil die Wirkung ansonsten zu gut, nämlich zu stark ist!

Wenn die Partien nun in Europa eintreffen, werden wiederum durch Inspektoren und unabhängige Handelschemie-Labors, die von Hygieneämtern beauftragt werden, Stichproben genommen und auf ihre Unbedenklichkeit hin untersucht. Erst dann erfolgt von Seiten des Zoll’s überhaupt erst eine Handels-„Freigabe“!

Unabhängig von diesen Prüfungen, werden von den meisten deutschen Importeuren die einzelnen Chargen nochmals von unabhängigen Handelschemikern in eigenen Labors auf genaue Rückstände hin untersucht, wofür auch sehr kostenintensive Analysen-Zertifikate ausgestellt werden. Ist auch hier kein Qualitätsmangel, gelangen die Partien in den Handel.

Prinzipiell läßt sich, auch nach unseren eigenen Erfahrungen sagen, daß die Behauptung beispielsweise der Techniker Krankenkasse, die chinesischen Heilkräuter würden nicht auf Identität, Reinheit und Verunreinigungen überprüft werden, für Deutschland wohl kaum zutrifft, da dies nach geltender Gesetzeslage fast unmöglich ist.

Natürlich kann es gelegentlich passieren, daß besonders sogenannte „Billig“-Anbieter, wie sie als neue Firmen durch die zunehmende Privatisierung in China zunehmend in Erscheinung zu treten versuchen, schlechte, minderwertige Qualitäten oder zu stark belastete Kräuter und Tees an den staatlichen Kontrollen illegal vorbei exportieren wollen (in der Regel haben diese Firmen aber eine Export-Lizenz weder beantragt, noch erhalten) und dann auch versuchen diese zu äußerst verlockenden „Dumping“-Preisen auch nach Europa zu veräußern. Solche Praktiken schaden dadurch aber generell dem Ansehen der Traditionellen Chinesischen Medizin.

Jeder seriöse und auf seinen Ruf bedachte Vertreiber sollte daher eine eigene Qualitäts-Garantie geben können, für die er sich selbst auch verbürgen kann und aus der hervorgeht, daß die Kräuter oder Tees auf Identität, Qualität und Reinheit überprüft worden sind und somit frei sind von umwelttoxischen Belastungen (z.B. Pestizide, Herbiziden, Insektizide, toxischen Schwermetalle wie Blei oder Cadnium, Alfatoxine – Pilzgifte, etc.) oder bei Zweifeln gegebenenfalls ein Analysen- und Identifikations-Zertifikat vorweisen können (dies ist besonders dann sehr sinnvoll, wenn er aus mangelnden Fachkenntnissen vielleicht sich für eine genaue Identität nicht 100 %-ig verbürgen kann). Häufig erübrigt sich dies aber schon, wenn regelmäßige Untersuchungen durch die Lebensmittelbehörden in den Unternehmen erfolgen, wodurch in Deutschland eine größtmöglichste Sicherheit gewährleistet wird.

 

 

Doch zurück zu den immer wieder geäußerten Vorwürfen von massiven Schadstoffbelastungen.
Bitte halten Sie sich erst einmal vor Augen, daß wir nicht unter einer Glaskuppel leben, sondern globale Umweltverschmutzungen machen weder in China noch in Amerika oder Europa halt. Natürlich sind in jeglichen organischen Tieren und Pflanzen immer in kleinsten Prozentzahlen winzigster Spuren nachzuweisen. Dies ist aber bei jedem Apfel, bei jeder Tomate genauso, wie bei Mais, Weizen, Kartoffeln oder anderen Agrarprodukten. Seien Stoffe durch Bodenkontamination, Wasserverschmutzung oder durch Luft und verteilende Winde herbeigeführt worden, vor mikroskopischen Kleinstpartikel kann sich kein Mensch auf diesem gesamten kontaminierten Planeten schützen. – Da würde nur das Auswandern in eine andere Galaxie als Lösung wohl in Betracht kommen…

Natürlich gibt es immer mal wieder vereinzelte Fälle, wo bestimmte Werte solcher schädlichen Stoffe in höherer Konzentration auftreten. Aber schauen wir uns das doch bitte einmal genauer an!

 

Trotz bester Analysen-Zertifikate lassen sich sämtliche „Rückstände“, die ja schon teilweise im Grund- und Trinkwasser vorkommen, aber „auf die Gold-Waage gelegt“, generell überhaupt nicht ausschließen und führen zu einer neuen unsinnigen „Panik-Macherei“, wie sie auch durch Untersuchungen z.B. von Öko-Test oder Stiftung Warentest leider größtenteils unsachlich überbewertet werden, da diese nun einmal bedingt durch die weltweite Belastung und Umweltverschmutzung nicht nur in den natürlichen Kräutern und Tees, sondern auch in sämtlichen Lebensmitteln (selbst wenn sie aus eigenen Gärten kommen!) global ständig enthalten sind (und wenn es selbst nur 6-10 Nullen hinter dem Komma ausmacht). Natürlich schwankt dies enorm von der Region her bedingt und dem Umstand, ob es sich um Wildsammlungen (dies ist oft aber vielfach problemhaft von der Artenschutzverordnung her) oder um Ernten von kultivierten Plantagen handelt, denn letztere werden je nach Verfahrensweise der Anbauunternehmen entweder ökologisch mit natürlichen Mitteln oder mit künstlichen Düngemitteln oder teilweise auch mit Insektiziden behandelt.

 

Die Untersuchungen der biochemischen Labors oder die der Hygieneämter prüfen lediglich, ob eine Belastung über den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerten, die in der Rückstandshöchstmengen-Verordnung festgelegt sind, enthalten ist. Diese Rückstandshöchstmengen beziehen sich dabei aber grundsätzlich auf die trockene Substanz eines Produktes, gleichgültig ob es sich um  Kräuter, Tees, Obst oder Gemüse handelt.

Diese Werte lassen sich in Wahheit jedoch aber in absolut keiner Weise miteinander vergleichen, wie das folgende Beispiel aufzeigen soll:

Wird aus einem getrocknetem Teeblatt beispielsweise ein Aufguß hergestellt, so gelangen in diesen Aufguß nachweislich höchstens ca. 10 % der vielleicht dort vorhandenen Pestizidrückstände. Die restlichen ca. 90 % verbleiben aber in dem abgesiebtem Teeblatt und werden weggeworfen. Nur wenn der Betreffende die Teeblätter zusätzlich essen würde, würde die Höchstmenge der Pestizidrückstände überhaupt eingenommen werden können.

Eine Tomate zum Beispiel wird vergleichsweise hierzu aber komplett verzehrt!

 

Die nachfolgenden Grenzwertunterschiede von verschiedenen Lebensmitteln, die alle in der Rückstandshöchstmengenverordnung festgelegt sind, veranschaulichen dieses Beispiel noch besser:

So ist der zulässige Rückstandshöchstwert des Pestizides „Fenvalerat“ in Tee nur erlaubt bis zu 0,01 mg pro Kilo, bei Pfirsichen hingegen aber bis zu 2,00 mg pro Kilo.

Beim Pestizid „Fenpropathrin“ ist er zulässig in Tee lediglich bis zu 0,02 mg pro Kilo, in Bohnen und Hülsenfrüchten aber bis zu 0,50 mg pro Kilo und in Tomaten sogar bis zu 1,00 mg pro Kilo.

Diese unsachlichen Vergleichswerte gelten aber für eine Vielzahl von Lebensmitteln, wobei offensichtlich ist, daß Obst und Gemüse offenbar von denjenigen, die diese Verordnung festlegten, begünstigt werden.

Vergleicht man diese Werte nämlich einmal kritischer, so läßt dies erkennen, daß z.B. bei Tomaten ein 50-fach(!) höherer Wert gesetzlich erlaubt ist als bei Tee oder Kräutern, wobei hier noch nicht einmal berücksichtigt wurde, daß ja nur ca. 10 % des Pestizidrückstandes in den aufgebrühten Tee oder Kräutersud auch tatsächlich nur gelangen!

Vergleicht man nun weiter, welche Mengen ein Mensch z.B. vom „Fenpropathrin“ bei einem angenommenen Höchstwert von 0,02 mg pro Kilo Tee und analog bei einem Höchstwert von 1,00 mg pro Kilo Tomaten überhaupt wirklich durch seine Ernährung aufnimmt, ausgehend vom Gewicht einer Tomate von ca. 150 g und dem Gewicht einer Schale Tee von ca. 150 g, was ca. 150 ml entspricht, so nimmt dieser Mensch durch die 150 g Tomaten eine tatsächliche Menge von 0,15 mg Fenpropathrin auf, durch die Schale Tee (getrocknet werden hierfür ca. 2 Gramm benötigt bei einer angenommenen Wasserlöslichkeit von ca. 10 %) aber lediglich nur 0,000.004 mg Fenpropathrin!

So müßte man, um einmal bei dieser vergleichenden Rechnung zu bleiben,  tatsächlich 37.500(!) Schalen Tee trinken, um auf die gleiche Pestizidmenge des Fenpropathrin wie bei dem Genuß EINER EINZIGEN Tomate zu kommen!

Dies bedeutet, wenn jemand pro Tag 6 Schalen Tee trinkt, ergibt das mal 364 Tage, 2.184 Schalen Tee pro Jahr. Teilt man jetzt die Summe der 37.500 Schalen Tee durch die 2.184 Schalen Tee pro Jahr, benötigt man wahrlich über 17 Jahre(!), um exakt die gleiche Menge an Fenpropathrin in seinem Körper aufzunehmen, wie mit nur EINER EINZIGEN Tomate!!!

Dieselbe Gegenüberstellung gilt auch für Kräuter. – Inwieweit hier nun noch von Pestizid-„B E L A S T U N G“ gesprochen werden kann, erscheint uns wirklich  z u   p a r a d o x !

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Eine andere Absurdität deutscher „Rechtsprechung“ finden wir z.B. bei heimischen Speisepilzen. Nahezu seit Generationen sammeln viele Menschen in der nassen und kühleren Herbstzeit die Wälder und Wiesen nach Pilzen ab. Offiziell ist dies jedoch VERBOTEN! Dies wissen die wenigsten natürlich. Doch spätestens wenn Sie zuviel Pilze gesammelt haben und diese verkaufen möchten, machen Sie sich strafbar!
Es ist nämlich strengstens verboten in deutschen Wäldern gesammelte Steinpilze, Pfifferlinge oder Maronen frisch, getrocknet oder verarbeitet in den deutschen Handel zu bringen. Auf gezielte Nachfrage erhielten wir von der Lebensmittelbehörde die Begründung, bei deutschen Pilzen wäre eine deutlich „zu hohe“ radioaktive Belastung gegeben, die noch von dem Reaktorunglück in Tschernobyl vom 26. April 1986 herrührte. Daher seien die Böden deutscher Wälder noch massiv kontaminiert und gerade Pilze würde radioaktive Belastungen wir ein Schwamm besonders stark speichern. Soweit die „offizielle“ Stellungnahme…

Daher importiert man nun also in der Realität genau solche Waldpilze nahezu ausschließlich aus Polen und der Ukraine, denn diese hätten ja eine deutlich geringere Belastung! – Na klar, die radioaktive Wolke die sich direkt in unmittelbarer Nachbarschaft der Ukraine bildete, machte natürlich um die Ukraine und um Polen einen großen Bogen, nur um die DEUTSCHEN Wälder zu verseuchen… – Kein weiterer Kommentar!

 

“Wenn der Weise auf den Himmel zeigt, schaut der Dumme auf den Finger!“
(Shui Xiang Shang Ti – 谁像上帝)

 

Ergänzend sei ferner noch angemerkt, das es richtig ist, daß Umweltgifte, Schwermetalle, Pestizidrückstände selbstverständlich die Gesundheit, aus Sicht der Chinesischen Medizin insbesondere die Leber, belasten.

Genauso richtig sei aber hier angemerkt, daß eine Vielzahl gerade dieser so „verteufelten“ Käuter, auch selbst der grüne oder blau-grüne Tee (Qing-Tee), die Leber sehr stark ENTGIFTEN und einige Kräuter sogar die Eigenschaft haben, Schwermetalle aus dem Körper wieder zu lösen und abzubauen.
Müssen wir da noch wirklich über „Belastungen“ sprechen?

Ist es nicht dann im Sinne der darwinistischen Schulmedizin notwendig, wenn man Ethik und Moral beiseite läßt, denn „Gefühle“ haben ja in der nackten kalten auf Selektion basierenden Evolutionslehre nichts verloren, ein „Luxus“ den sich das Leben nicht leisten kann, wenn nur das Stärkere und Mächtigere überleben darf, daß man dann gleich die gesamte Menschheit auf einen Schlag auslöscht, weil einzelne Individuen sich nicht an Normen und Regeln hielten?

Wenn z.B. 1.000 Mörder unter 7 Milliarden Menschen weilen, die keine Achtung vor dem Leben haben und eine potentielle Gefahr darstellen, ist es dann nicht mit gleichem Maß zu messen, einige wenige sind „böse“, also vernichten wir die Menschen gleich alle und verbieten kurzerhand ihre Existenz?